Jahreshauptversammlung der CDU Attendorn

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Aus den Händen des CDU-Kreisvorsitzenden Jochen Ritter (1. v.l.) erhielt Reinhold Hengstebeck (2. v.l.) eine Urkunde anlässlich seiner 40-jährigen Parteimitgliedschaft. Mit im Bild Landrat Frank Beckehoff (3. v.l.) und Attendorns CDU-Vorsitzender Sebastian Ohm (4. v.l.).

Zur gut besuchten Jahreshauptversammlung der Attendorner CDU konnte der Vorsitzende Sebastian Ohm neben dem Landrat Herrn Beckehoff auch den neuen Kreisvorsitzenden Jochen Ritter als Gastredner  begrüßen.

In einem Vortrag  über die aktuelle Flüchtlingssituation machte der Landrat deutlich, unter welchen seiner Meinung nach fünf Gesichtspunkten eine Integration nur gelingen kann.

  1. Erlernen der deutschen Sprache und die Achtung der gesellschaftlichen Werte und der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.  Zur „Willkommenskultur“ muss auch eine „Ankommenskultur“ treten, die von Flüchtlingen und Migranten aktiv und verbindlich einzufordern ist.
  2. Intergration kann nur gelingen, wenn der Schwerpunkt der damit verbundenen finanziellen Aufwendungen vor Ort auch geschultert werden kann.
  3. Bereitstellung von angemessenem Wohnraum zur Vorbeugung einer Ghettobildung. Hierzu stellte er das Konzept des Kreises über einen modulen Wohnungsbau in Zusammenarbeit mit der Wohnungsgenossenschaft vor.
  4. Der Landrat machte noch einmal deutlich, dass es kein objektives generelles Kriminalitäts- oder Sicherheitsproblem durch die Flüchtlingsthematik im Kreis Olpe gibt.
  5. Die Zuwanderung von Flüchtlingen bietet vor dem Hintergrund des demografischen Wandels aber auch Chancen. Auch der Kreis Olpe muss für die Flüchtlinge attraktiv werden, nur so kann es gelingen nachhaltig aus „ asylberechtigten Leistungsempfängern gut in die Gesellschaft integrierte Steuerzahler“ zu machen.

Zur Erreichung dieser Ziele wird es wohl unumgänglich sein und da nahm der Landrat kein Blatt vor dem Mund, dass die Kreisumlage in Zukunft zur Deckung der Kosten erhöht werden muss.

Jochen Ritter, Kreisvorsitzender der CDU, stellte sich der Versammlung vor und nutzte die Gelegenheit die Schwachpunkte der jetzigen NRW Landesregierung herauszustellen.  Vom Umweltminister bis zum  Innenminister stellte er die nach der Sicht der CDU herausragenden negativen  Gegebenheiten vor u.a. Landesjagdgesetz, Windkraftausbau, innere Sicherheit und Einbruchstatistiken. „Wieso wird der Ausbau der Windenergie in Abhängigkeit von Quadratmeterflächen und nicht nach dem zukünftigen Ertragsquellen ermittelt“?  Er lobte weiterhin die gute Zusammenarbeit aller Akteure im CDU Kreisvorstand und hofft neue Impulse für die Zukunft geben zu können.

Sebastian Ohm berichtete über  Veranstaltungen im vergangenen Jahr u.a. ein Zusammentreffen mit dem Attendorner Einzelhandel und hielt einen Ausblick auf das kommende.

Der neue Informationsbrief der CDU sei gut angekommen und sei nur das erste von weiteren Maßnahmen die umgesetzt werden, um in der Außendarstellung mehr Bürger mit Informationen zu erreichen. Aufgrund des Ausscheidens des Vorstandsmitgliedes Sven Henke wurde ein neues Vorstandmitglied gewählt. Hierbei fiel die Wahl einstimmig auf Klaus Böckeler.

Aus den Händen des Kreisvorsitzenden Ritter erhielt Reinhold Hengstebeck eine Urkunde und ein kleines Präsent für seine 40jährige CDU-Mitgliedschaft. CDU-Chef Ohm dankte Reinhold Hengstebeck und berichtete  darüber, dass in diesem Jahr noch weitere Mitglieder zu den Jubilaren zählen:  Josef Schulte (25 Jahre),  Brunhilde Oberliessen,  Kurt Stahl,  Ernst Josef Gabriel,  Paul Haase,  Klaus Springob und Matthias Heuel.  Allen Jubilaren, die über diese lange Zeit der Partei die Treue gehalten haben, sei auch noch einmal von dieser Stelle aus gedankt.

Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Teipel stellte neben einer kurzen Stellungnahme zur Haushaltslage die Arbeit der Fraktion vor und warb mit einem Appell für die Umsetzung des Innenstadtentwicklungskonzeptes. „Oftmals wird nur negativ berichtet, es fehlt an einer positiven Haltung die den Begriff „Aufbruchstimmung“ auch nach außen deutlich macht“. Der Bürger hatte eine Forderung gestellt, die da lautet: Schnellstmöglich sichtbare Zeichen zu setzen. „Genau dies geschieht heute bereits in vielfältiger Weise“!

Ebenso wichtig sei natürlich die Ausweisung von Gewerbeflächen für die heimische Wirtschaft, deren Weitsicht und  Verwurzelung mit Attendorn sei es in erster Linie zu verdanken, dass es Attendorn stets gelänge uneingeschränkt die Finanzhoheit zu erhalten.  Weitere Themen, die in Anbetracht der Zeit nur angerissen wurden, sind neben der Flüchtlingsthematik, die Weiterentwicklung der Innenstadt, Erschließung des Gewerbegebietes Fernholte, der Alte Bahnhof und die Alte Post, das Thema Windenergie und Höchstspannung sowie das Leaderprojekt für die Dorfgemeinschaften.

Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende Sebastian Ohm bei allen Gästen für ihr Kommen und verwies auf eine weitere Veranstaltung am 12.04.2016 im Hotel zur Post in Attendorn zum Thema „Neue Rechtlage in NRW in Land- und Forstwirtschaft – welche Fesseln legt uns das Land an“. Referent ist Herr Geuecke, Fraktionsvorsitzender der CDU Kreistagsfraktion.

 

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