Drei Tage lang fuhren die alten Klassiker bei der Oldtimer-Rallye Sauerland-Klassik durch das Land der 1000 Berge und 1000 Seen. Im November heißt es jedoch für die meisten Oldtimer-Fans: Abschied nehmen und das Gefährt zum Winterschlaf in der Garage unterbringen. Das ist auch gut so, sagen einige. Denn neben der Nostalgie haftet den alten Fahrzeugen oft auch die Bezeichnung „umweltschädlich“ an. Stimmt das? Wir vergleichen Neuwagen und Oldtimer.

1. Sauerland Klassik Attendorn
1. Sauerland Klassik 2015 startete in Attendorn

Benzinverbrauch

Spritverbrauch - Oldtimer / YoungtimerWenn es um den Spritverbrauch geht, liegt der Oldtimer im Vorteil. Vergleicht man entsprechende Modelle aus den unterschiedlichen Dekaden, so wird deutlich, dass der „alte“ Wagen teils deutlich weniger Benzin verbraucht. Der Grund dafür ist das Gewicht. Komfortable Sonderausstattungen machen aktuelle Fahrzeuge immer schwerer. Und je schwerer der Wagen, desto mehr Benzin verbraucht er. Wer mit einem Neuwagen umweltfreundlich unterwegs sein möchte, kann auf benzinsparende Kleinwagen oder technisch moderne Hybridwagen zurückgreifen. BMW zum Beispiel hat die Active Hybrid Technologie eingeführt, bei der der Motor so oft wie möglich rein elektrisch fährt. Aber wie sauber ist ein Elektroauto wirklich? Schließlich steht nicht das elektrische Fahren selbst für Umweltfreundlichkeit, sondern vielmehr die Art der Energiegewinnung. Füttert der Verbrennungsmotor den Hybridakku, resultiert das in erhöhtem Benzinverbrauch und geringer Umweltfreundlichkeit. Schaltet man allerdings Navigationssysteme ein, die bei Bergauffahrten Benzin- und Elektromotor kombinieren und bei Gefällestrecken die Batterie dank Umkehrwirkung aufladen, dann führt das zu tatsächlich einem geringeren Spritverbrauch.

Abgaswerte und CO2-Ausstoß

In diesen Punkten kann der Oldtimer nicht mithalten, weshalb für ihn Sonderregelung bei der Abgasuntersuchung gelten. Die höheren Abgaswerte des Oldies sind jedoch nur eine Seite der Medaille. Was kaum beachtet wird, ist die Tatsache, dass auch die Autoproduktion für die CO2-Werte verantwortlich ist. Hierbei werden beträchtliche Schadstoffmengen an die Umwelt abgegeben. Der Ressourcen- und Energieverbrauch bei der Produktion eines neuen Autos ist aus Expertensicht der eigentliche Grund für erhöhte Umweltbelastungen. Knapp 43 Tonnen CO2 benötigt die Herstellung von Neuwagen aus der Oberklasse, nur 19 Tonnen hingegen fallen für die Nutzung an. Ein Auto, das lange hält und viele Jahre gefahren wird, ist unterm Strich um ein Vielfaches umweltfreundlicher als der aufwendig produzierte Neuwagen, der nach wenigen hundert Kilometern durch ein anderes Fahrzeug ersetzt wird.

Fazit

Zu einem Großteil entscheidet nicht das Auto, sondern die Nutzung darüber, wie umweltfreundlich das Fahrzeug ist. Oldtimer mit hohen Abgaswerten stehen Neuwagen mit hohen Belastungen durch die Produktion gegenüber. Eine umweltbewusste Lösung ist deshalb der Gebrauchtwagenmarkt. Auf Internetplattformen wie autoscout24 werden mit Fahrzeugen wie dem BMW Hybrid auch umweltbewusste Fahrzeuge angeboten.

Bildrechte: Flickr Ford A personenauto – Bouwjaar 1929 – Oldtimer festival – Haastrecht Frans Berkelaar CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten


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