Unterwegs im VW Karmann-Ghia bei der 1.Sauerland-Klassik

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Bei der 1. Sauerland-Klassik waren von Donnerstag bis Samstag über 100 hochkarätige Sammlerfahrzeuge in Südwestfalen unterwegs. Mit stramm durchorganisiertem Roadbook erkundete das Starterfeld ab Attendorn im Halbminuten-Takt auch die malerischen Straßen in Siegen-Wittgenstein.

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Walter Röhrl am Steuer des originalen Porsche SC Sanremo von 1981 aus dem Fundus des Werksmuseums in Stuttgart.

Dabei auch das Team Walter Röhrl/Christian Geistdörfer in originalen Porsche 911 SC Sanremo, mit dem dieses wohl berühmteste Duett der Rallye-Geschichte 1981 im Einsatz war.

Um dieses einmalige Fahrzeug aus dem Porsche-Werksmuseum im Sauer- und Siegerland überhaupt auf die Straße bringen zu dürfen, konnte sich Organisator Peter Göbel über die Hilfe der AUOTSTADT in Wolfsburg freuen. Otto F. Wachs, Geschäftsführer dieser Institution des Volkswagen-Konzerns, nahm gemeinsam mit der Schauspielerin Katharina Schubert an der 1. Sauerland-Klassik teil und hatte seine Beziehungen nach Stuttgart spielen lassen.

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Südwestfalen im Herbst – hier der Ohlenkopf bei Gevelinghausen im Hochsauerland.

In fünf Etappen ging es über die malerischen Straßen der Region. Beim Prolog am Donnerstag wurde das Ebbegebirge bis hinter Plettenberg erkundet. Der Freitag führte über Kirchhundem, Hilchenbach und Lützel zum Jagdhof Glashütte, nach der Mittagspause dann weiter über Bad Laasphe und Erndtebrück zurück über den Rhein-Weser-Turm nach Attendorn. Die abschließende große Runde am Samstag führte durch das Hochsauerland über Medebach und Hallenberg nach Bad Berleburg, wo die Oldtimer durch den Schlosshof geleitet wurden und auch in der Innenstadt Tausende Zuschauer begeisterten. „Das war schon bemerkenswert“, wie es Walter Röhrl am Abend erzählte, und den anderen Teilnehmern war ebenfalls deutlich aufgefallen, dass so viele Oldtimerfreunde auch an der Strecke auf die Teilnehmer gewartet hatten. Andreas Hornig, Leiter des Museums „ZeitHaus“ der AUTOSTADT in Wolfsburg jedenfalls konnte sich nicht erinnern, jemals ein so großes Publikum bei einer Oldtimer-Rallye erlebt zu haben. Das ging so weit, dass an der Wisent-Welt bei Jagdhaus sogar eine Wertungsprüfung für die Mannschaften abgeblasen werden musste, weil durch hunderte Autos der Verkehr rund um den Parkplatz kurzfristig zusammengebrochen war. Volksfeststimmung war also angesagt, und auch solche Schilder konnte man an Kreuzungen lesen, wo sich ganze Clubs in Campingstühlen zusammengefunden hatten: „Ihr hupt – wir trinken!“ war die Aufforderung, und mancher Autofan zeigte am späten Nachmittag mit deutlicher Schlagseite an, dass das Konzert nicht schlecht gewesen sein kann…

Eine Oldtimer-Rallye setzt natürlich nicht auf Geschwindigkeit. Genussfahren ist angesagt, das sich jedoch an einen exakt getakteten Zeitplan halten muss. Dazwischen liegen die Wertungsprüfungen, in diesem Fall zwölf an der Zahl, bei denen man fahrerisches Geschick zu beweisen hat, will man vorne mit dabei sein. So müssen kombinierten Strecken auf die Zehntelsekunde genau abgefahren werden, teils mit Lichtschranken gleich mehrfach genau kontrolliert. Der Beifahrer muss dazu gelegentlich sogar zwei Stoppuhren gleichzeitig bedienen, während der Fahrer alles gibt, möglichst exakt nur wenige Strafpunkte einzufahren. Gleichzeitig zum genauen Abzählen der Zeit muss navigiert werden – eine kleine Unachtsamkeit und schon hat man sich verfahren, wobei die Prüfung natürlich sofort verhagelt wird.

Erfolgreich mit im Feld war auch der Kabarettist Urban Priol unterwegs, der allerdings in der letzten Etappe wegen Ausfall eines kleinen, aber wichtigen Bauteils aufgegeben musste. Bei der großen Abschlussgala moderierte er schließlich gemeinsam mit seinem Kollegen Jochen Malmsheimer einen schönen Abend in der Schützenhalle Helden bei Attendorn, und alle Teilnehmer waren sich einig, dass Initiator Peter Göbel, selbst fünffacher Deutscher Rallyemeister, mit seinem Team von „PlusRallye“ eine Veranstaltung der Extraklasse geliefert hatte. Alle waren nach fast 600 Kilometern wohlbehalten angekommen, und auch der 1963er Ford Cortina von Urban Priol schnurrt wieder – sehr zur Freude seines späteren Besitzers. Das Auto wird nämlich zugunsten von „Kinder im Aufwind“, einer wohltätigen Initiative in Attendorn, versteigert!

Der Clip: https//youtu.be/QggSf24bbDA


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