Dienstag, 23. September 2014

Friedenskirche in Petersburg: Der Putz ist ab

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Maueraktion Petersburg„Ich habe schon fast einen Quadratmeter Putz abgeschlagen und mich erst drei Mal auf die Finger gehauen“, erzählte ein Jugendlicher stolz dem Objektleiter, als er gefragt wurde, wie er mit der Arbeit vorankomme. Er war einer der rund 30 Jugendlichen, die am vergangenen Samstag zu einem Arbeitseinsatz an die evangelische Friedenskirche in Petersburg gekommen waren.

Bei den Gruppenstunden der verschiedensten Kinder- und Jugendgruppen im Hof der Kirche stellten die Besucher fest, dass der Putz der im Jahre 1971 erbauten Kirche nicht mehr der Beste war. Nicht nur die Farbe blätterte, ab auch zeigten sich Risse im Putz. So beschloss man, das Presbyterium zu bitten, den Putz rund um den Innenhof erneuern zu lassen.

Maueraktion Petersburg - Attendorn

Da, wie die Jugendlichen auch wussten, das mit erheblichen Kosten verbunden sein würde und die Kirchengemeinde nicht gerade mit Geld gesegnet ist, überlegte man, wie diese Kosten etwas gesenkt werden könnten. So kam die Idee auf, den Putz der Mauer quadratmeterweise zu veräußern, was auch zu einem großen Erfolg führte. Schon kurze Zeit später konnten die Spender ihre Namen an der Innenwand des Hofes lesen. Doch das war noch nicht genug.So überlegten die Mädchen und Jungen, wie sie durch eigene Hilfe, die Kosten noch weiter senken könnten: Den Putz selbst abschlagen! Gesagt, getan.

Maueraktion Attendorn-Petersburg

Am Samstagmorgen begannen die Jugendlichen, unter ihnen auch einige Erwachsene und der zuständige Pfarrer Andreas Schliebener, bewaffnet mit Hammer, Fäustling und Meißel, aber auch mit Schubkarre und Eimern, mit der Arbeit, die ihnen sichtlich Spaß bereitete. Es war ihnen gelungen, auch einige Väter zur Arbeit zu überreden, sodass diese mit Elektromeißeln fleißig mithalfen.

Schon zur Mittagszeit, als eine leckere Suppe für alle Arbeitenden aufgetischt wurde, lagen die Jugendlichen über dem Plansoll, das sich Objektleiter Jugendsekretär Sven Vorderbrück gesetzt hatte. So war es kein Wunder, dass die Besucher des Abendgottesdienstes am Spätnachmittag nur noch das blanke Mauerwerk und einen sauberen Innenhof vorfanden.

Maueraktion - Petersburg Attendorn

Während Sven Vorderbrück erklärte, dass durch diese Maueraktion bewiesen worden sei, dass Jugendliche durchaus etwas für „ihre“ Kirche tun würden, hoffte eine der anwesenden Mütter, dass ihr Filius nicht soviel Spaß an dieser Art der Arbeit gefunden habe, dass er nunmehr auch zuhause damit weiter machen werde.

Da der Putz nun nicht mehr vorhanden ist, können die Namen von Spendern nicht mehr dort veröffentlicht werden, trotzdem bitten die Jugendlichen weiterhin um Spenden, damit der neue Putz so kostengünstig wie eben möglich angebracht werden kann. Sie sind für jeden Beitrag dankbar: Konto 711 bei der Sparkasse ALK (BLZ 462 516 30) Kennwort „Maueraufbau Petersburg“.

Fotos: Karl-Hermann Ernst

Hier eine Dokumentation der Aktion in “bewegten Bildern” von  Matthias Laisbo:

Kommentare

  1. Schöne Sache

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