Samstag, 18. April 2015

Attendorner unterwegs: Bayer Leverkusen – FC Barcelona

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14.02.2012 Leverkusen, BayArena – Champions League Achtelfinale: Bayer Leverkusen – FC Barcelona

Am Spielfeldrand unter den Pressefotografen der Attendorner Markus Dietrich. Seine Aufgabe: Gute Schnappschüsse vom Spielverlauf und das ist ihm gelungen.

Der FC Barcelona um Weltstar Lionel Messi siegte im Champions League Spiel gegen Bayer Leverkusen klar mit 3:1.

Weitere Fotos vom Spiel finden Sie auf der Webseite von Markus Dietrich unter www.sportfoto.biz

Einen ausführlichen Bericht über das Spiel finden Sie u.a. hier »

Aktuelles aus  der Champions-League:

  • Ratlos und führungslos 16. April 2015

    Jerome Boateng klingelte es noch in den Ohren. Sechs Mal hatte der Stadionsprecher geschrien: “Jackson”, sechsmal hatten mehr als 40.000 Fans des FC Porto zurückgeschrien: “Martinez”. Glückselig nach dem Tor zum 3:1-Endstand im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Bayern.

    Und ebenso verwundert. Martinez’ Comeback nach einer Adduktorenverletzung und einem einzigen Training, das war sensationell – so wie die Patzer der Bayern. Vor Portos drittem Tor unterlief Boateng eine Flanke. Genau, jener Weltmeister und zuletzt so stabile Münchner Abwehrchef.

    Drei unerklärliche Aussetzer

    Boateng träumte in der zweiten Hälfte, Xabi Alonso und Dante hatten mit ihren unerklärlichen Aussetzern schon in den ersten Minuten des Spiels das Desaster eingeleitet.

    Dabei sind Boateng, Dante und Alonso drei Routiniers, die für Verlässlichkeit stehen. Eigentlich. Am Mittwochabend symbolisierten sie im Drachenstadion von Porto stattdessen Schlafmützigkeit und die Zerbrechlichkeit einer von Verletzungen gebeutelten Mannschaft.

    “In der zweiten Halbzeit war ein bisschen die Luft raus, dann kriegen wir ein blödes drittes Tor”, beschrieb Boateng im Gespräch mit SPORT1 seinen eigenen bitteren Moment.

    Eine 1:2-Niederlage wäre für die Bayern noch erträglich gewesen, ein 1:3 ist dagegen im Rückspiel am kommenden Dienstag deutlich schwerer aufzuholen.

    “Dürfen nicht panisch werden”

    Das wusste auch Boateng, als er in den zugigen Stadionkatakomben über die weiteren Aussichten sprach. “Wir müssen als Mannschaft da raus gehen, um das zu korrigieren”, betonte er und dass man auf keinen Fall “panisch” werden solle.

    Das extreme Angriffspressing der Portugiesen zu Beginn sowie ihre ruppige Gangart schmeckte den Bayern gar nicht.

    Dante von Beckenbauer abgewatscht

    Boateng stellte sich als einziger der drei Unglücksraben den Reportern.

    Dante flüchtete dagegen in den Bus, da hatte der Brasilianer wohl noch nicht mal vernommen, wie FCB-Ehrenpräsident und Obergrantler Franz Beckenbauer im Sky-Studio geätzt hatte:  “Wenn er ein Isländer wäre oder irgendwo vom Nordpol, würde ich sagen, okay, der hat noch seine Skistiefel an. Aber er muss nur den Ball stoppen.”

    Ein haarsträubender Fehler vor dem 0:2, dazu eine heftige Schelte.  Die hätte sich ähnlich auch Xabi Alonso verdient gehabt, der nicht nur beim 0:1 viel zu langsam und passiv war.

    Der Spanier war im vergangenen Sommer als Führungsspieler von Real Madrid geholt worden, doch dieser Rolle wurde er in Porto zu keiner Zeit gerecht. In Abwesenheit des erkrankten Bastian Schweinsteiger gab es niemanden im Team des deutschen Rekordmeisters, der vorwegging und seinen Teamkollegen die Richtung vorgab.

    Ratlosigkeit an der Seitenlinie

    Trainer Pep Guardiola litt an der Außenlinie und wirkte ratlos. Rannte hoch und runter, kratzte sich am Kopf. Alternativen hatte der Trainer ja keine, wie Boateng richtig feststellte: “Wir hatten heute keinen Offensivspieler, den wir einwechseln können.”

    Der FC Bayern ist derzeit so sehr von Verletzungen gebeutelt, dass ausgerechnet im Saisonendspurt die Luft auszugehen droht.

    Rummenigge verzichtet auf Kritik

    Auch wegen dieser unheimlichen Serie von Ausfällen verzichtete Karl-Heinz Rummenigge auf eine Attacke aufs Team, als er vor der noch einigermaßen bedröppelten Truppe und den Ehrengästen beim Mitternachtsbankett sprach.

    “Ich bin nicht bereit, die Mannschaft zu kritisieren”, sagte er: “Irgendwann ist der Tag, wo du kaputt bist.” Die Rumpftruppe muss es nun am Dienstag richten.

    Guardiola droht erstmalig Viertelfinal-Aus

    Guardiola will daher der Mannschaft nicht weiter Selbstvertrauen nehmen. Auch deshalb klang seine Einschätzung ziemlich mild.

    Für Fehler werde man eben “auf diesem Niveau” bestraft. “Ich bin nicht unzufrieden mit meinem Team – wir haben alles versucht in diesem Spiel.”

    Nach der Partie in Hoffenheim geht es für ihn und den Verein um alles. Noch nie zuvor ist Guardiola als Trainer bereits im Viertelfinale ausgeschieden – mit Barcelona nicht und auch nicht mit den Bayern.

    “Es wäre kein Fußballwunder”

    Jetzt wollen sie in München die Drachen aus Porto zähmen. Für diese Aufgabe wappneten sie sich bereits in Portugal mit einer gehörigen Portion Trotz.

    “Wir hauen am Dienstag alles raus, spielen zu Hause”, kündigte Thomas Müller an. “Es wäre kein Fußballwunder wenn wir zu Hause 2:0 gewinnen, aber es wird sehr schwer.”

    Manuel Neuer wertete die Ausgangslage ähnlich. “Wir haben es verbockt und müssen versuchen, es umzudrehen.” Vom Verletzungspech wollte der Keeper dabei nichts wissen. Es werden keine Ausreden gesucht, verkündete er. “Der Kopf ist nicht unten.”

    Vor allem Alonso, Dante und Boateng müssen sich von ihrem Sekundenschlaf befreien, sonst überrumpelt Porto den FCB in München ein zweites Mal.

  • "Die Drachen nehmen Bayern auseinander" 16. April 2015

    Das spektakuläre 3:1 des FC Porto gegen den FC Bayern München im Estadio do Dragao schlägt in der internationale Presse hohe Wellen.

    Während die portugiesischen Medien den 27-maligen Meister mit Lob überschütten (“Hervorragend! Enorm! Kolossal!”), wundert sich der Rest Europas über die Leistung des deutschen Rekordchampions.

    Die Marca stellt fest: “Der FC Bayern ohne Abwehr!” Und die Mundo Deportivo sieht einen “Alptraum im Dragao”.

    SPORT1 hat die internationalen Pressestimmen gesammelt:

    PORTUGAL

    A Bola: “Hervorragend! Historische Nacht im Dragao. Porto findet das Geheimnis und erzwingt Bayerns Fehler.”

    O Jogo: “Enorm! Einfach fantastisch. Drachen antworten effektiv auf Bayerns Fehler. Jetzt ist alles möglich.”

    Record: “Fantasporto! Kolossaler Drachen! Portos Pressing schüchtert Bayern ein.”

    Diario de Noticias: “Porto besiegt Bayern mit Galavorstellung. Quaresma und Jackson Martinez vollbringen einen denkwürdigen Triumph für den FC Porto. Das Halbfinale ist nun kein Traum mehr. Mit seinen Weltmeistern in der Startelf war die Mannschaft von Pep Guardiola überrascht von dem Druck, der Aggressivität und der Intensität des FC Porto. Carlos Velasco Carballo gab einen angemessenen Elfmeter, “vergaß” aber Neuer des Platzes zu verweisen, der eine Rote Karte hätte sehen müssen.”

    O Publico: “Wien hat Gesellschaft bekommen. Die “Drachen” nehmen Bayern auseinander. Der beste Spielstart des FC Porto in Europa leitete einen seiner bedeutendsten Triumphe der letzten Jahre ein. Nach zehn Minuten musste der beste Torwart der Welt bereits zwei Mal hinter sich greifen, um einen Ball aus dem Netz zu holen. Porto reist mit zwei Toren Vorsprung und zwei Außenverteidigern weniger nach München. Und einem aufgeblähtem Ego.”

    SPANIEN

    Marca: “Der FC Bayern ohne Abwehr! Porto erschreckt die Bayern und zwingt Guardiola zur Aufholdjagd in München. Selten hat man die Bayern so orientierungslos gesehen, das schlechteste Bayern woran man sich erinnert. Porto konnte selbst nicht glauben, dass man es ihnen so leicht macht. Die beiden ersten Patzer führten zu einem Szenario, dass sich niemand hätte vorstellen können.”

    El Mundo Deportivo: “Albtraum im Dragao. Drei gravierende Fehler besiegeln Guardiolas Pleite. Die Kontinuität der Bayern in der Champions League ist in ernster Gefahr. Das Spiel begann mit einem Drehbuch, dass sich niemand vorstellen konnte.”

    AS: Quaresma und Jackson bringen Porto Richtung Halbfinale dank Bayerns Geschenke. Velasco Carballo erspart Manuel Neuer die Rote Karte in der ersten Minute. Porto war der FC Bayern. Die Bayern waren nicht wiederzuerkennen. Guardiola ist nach diesem Duell angezählt.”

    SPORT: “Porto überwältigt ein in der Abwehr zerbrechliches Bayern. Drei Patzer machen den Bayern das Leben schwer. Bayern muss im Rückspiel Gewaltiges leisten, um in das Halbfinale zu kommen. Porto war intensiver und agressiver. Alonso verlor den Ball gegen Jackson Martinez auf kindliche Weise.”

    Superdeporte: “Porto erlegt ein zerbrechliches Bayern. Guardiola wird seine desaströse Abwehr justieren müssen, wenn er das Ergebnis umdrehen und ins Halbfinale kommen will. Alonso, Lahm und Thiago litten unter dem Pressing von Casemiro, Oliver Torres und Hector Herrera. Bis zur Hälfte der ersten Halbzeit konnte man vom weltberühmten Passspiel der Bayern nichts sehen.

     

    ENGLAND

    Daily Mail: “Der deutsche Fußball hat gewiss bessere Tage erlebt: Noch immer ist die Bundesliga dabei, den morgendlichen Rücktritt von Jürgen Klopp zu bewältigen, ihres begabtesten und charismatischsten Trainers. Und dann musste sie auch noch erleben, wie ihr Meister gedemütigt, ja, blamiert wurde. Porto hat eine europäische Supermacht in die Knie gezwungen. Bayern, das muss so gesagt werden, war bejammernswert: Pep Guardiolas Team fehlten Schlüsselspieler, die Balance, der Zusammenhalt und die Fähigkeit, richtig zu verteidigen.”

    BBC.com: “Portos Auftritt basierte auf harter Arbeit, Pressing und einer schnellen Bewegung des Balls nach vorne, aber die chaotische Defensive Bayerns half.”

    Guardian: “Porto hat gepresst, gedrängt, verwüstet. Den Bayern fehlte ohne Robben und Ribery ein Funken im letzten Drittel. Möglich, dass Bayern das Ganze im Rückspiel dreht, an diesem Abend aber hat Porto mehr als deutlich gezeigt, dass auch sie diejenigen sein können, die unter die letzten Vier stoßen.”

    Mirror: “Defensiver Kollaps von Pep Guardiolas Männern. Je weniger man über Bayerns Auftritt sagt, desto besser.”

    The Sun: “Porto überwältigt Bayern, indem es mit 160 km/h aus dem Startblock springt – und nicht nachlässt.”

    ITALIEN

    Gazzetta dello Sport: “Die dunkle Nacht des Pep Guardiola. ‚Sein‘ Barca fliegt, der FC Bayern stürzt ab. Deutsches Verteidigungsdesaster. Ein Porto auf einem unerwartet hohen Niveau versenkt Bayern München. Die Bayern zahlen einen hohen Preis für die Abwesenheit ihrer Stars Robben, Ribery, Schweinsteiger und Benatia. Peps Truppe leistet wenig und begeht zu viele Fehler”

    La Repubblica: “Quaresma und Jackson Martinez nehmen die Geschenke der Bayern dankend an und führen Porto zu einem historischen Sieg. Guardiola muss eine Blamage hinnehmen. Das Heimspiel wird für Bayern mit seiner verheerenden Verteidigung besonders schwierig werden. Jetzt wird der Weg für Pep Guardiola steinig.”

    Corriere dello Sport: “Der Zerfall des FC Bayern, was für ein K.o.! Die Portugiesen zerstören das deutsche Flagschiff. Guardiolas Mannschaft muss drei Ohrfeigen und die erste Niederlage in Portugal in der Geschichte einstecken. Die großen Verteidigungsprobleme erleichtern Porto den Weg. Nach Startfehlern versinkt Bayern im Chaos.”

    Tuttosport: “Eine spektakuläre Leistung muss Bayern nächste Woche leisten, um die Qualifikation zu schaffen. Ohne entscheidende Spieler wie Ribery und Schweinsteiger werden die Grenzen der Mannschaft offenkundig”.

    Corriere della Sera: “Porto bestraft die unkonzentrierten Bayern. Die Portugiesen nutzen bestens die viele Lücken der deutschen Mannschaft. Bayern ist ohne Schweinsteiger und Ribery fast nicht mehr zu erkennen”.

  • Carvajals Schlag bleibt ohne Folgen 16. April 2015

    Die UEFA wird den Vorfall zwischen Daniel Carvajal (Real Madrid) und Mario Mandzukic (Atletico Madrid) nicht weitergehend untersuchen.

    Das teilte der europäische Fußballverband in einem Statement mit.

    Man werde gegen Atletico Madrid wegen “blockierter Treppen” und eines “Platzsturms” ermitteln, schrieb die UEFA und fügt an: “Keine weiteren Verfahren wurden für das Spiel (Atletico Madrid gegen Real Madrid, Anm. d. Red.) eröffnet.” Damit bleibt das Gerangel zwischen dem Spanier und dem Kroaten ohne Folgen.

    Auf TV-Aufnahmen war zu sehen, wie der ehemalige Leverkusener Mandzukic’ Arm im Gesicht hatte und am Ex-Bayern-Akteur nicht vorbeikam. In der Folge schlug er Mandzukic auf die Brust.

    Die Auseinandersetzung geschah im Rücken von Schiedsrichter Milorad Masic und wurde folglich nicht bestraft.

 

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