Zum zehnten Male konnte der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Olpe, Andreas Zeppenfeld, am vergangenen Freitagnachmittag Damen und Herren im großen Sitzungssaal des Kreishauses begrüßen, die in diesem Jahr als bewährte Kraftfahrerin und bewährter Kraftfahrer ausgezeichnet werden sollten. Er beglückwünschte die 35 Personen dafür, dass sie 25, 30, 40 oder auch 50 Jahre aktiv mit ihren Fahrzeugen am Straßenverkehr teilgenommen hätten, ohne dass es in diesem Zeitraum irgendwelche Eintragungen in der Flensburger Verkehrssünderkartei für sie gegeben habe. Das sei eine beachtliche und anerkennenswerte Leistung, die es lohne, ausgezeichnet zu werden.
Zeppenfeld erinnerte an den „Sandsturmunfall“ in der Nähe von Rostock im April 2011, bei dem es 8 Getötete und 131 Verletzte gegeben habe. Hier sei offensichtlich das Sichtfahrgebot verletzt worden, das auch auf Autobahnen gelte. Der Unfall zeige aber auch, dass unter Umständen schon ein geringes Verschulden einzelner Verkehrsteilnehmer ausreichend sei, um erhebliche und schwerwiegende Unfallfolgen auszulösen.

Auch die strafrechtliche Verantwortlichkeit am Unfall beteiligter Fahrzeugführer zeige, dass alle Verkehrsteilnehmer unter dem Damoklesschwert der strafrechtlichen Verantwortung stünden. Und deshalb gelte: „Umsicht, Rücksicht und Vorsicht müssen die obersten Prinzipien unseres Verhaltens im Straßenverkehr sein!“

Der Vorsitzende ging auch kurz auf die immer noch vorhandene Unsitte des Mobiltelefonierens am Steuer ein. Obwohl es bereits seit mehr als 10 Jahre verboten sei, telefonierten immer noch fast die Hälfte der Autofahrer ohne die entsprechende Freisprechanlage im Auto. Auch hier zeige sich, dass es manchen Autofahrern und -fahrerinnen nicht deutlich genug vor Augen sei, wie sie durch das Telefonieren abgelenkt seien und so zu schweren Unfällen beitragen könnten.

Einig war Zeppenfeld sich mit dem Schirmherrn des Kreisverkehrswacht, Landrat Frank Beckehoff, der die Auszeichnung persönlich übernommen hatte, dass die meisten Unfälle durch menschliches Fehlverhalten, durch mangelnde Vorsicht und Rücksicht, geschähen.

Die Anwesenden seien sehr zur Freude der Kreisverkehrswacht und der Polizei das Gegenbeispiel. Beide hofften, dass die Ausgezeichneten auch weiterhin Vorbild für die anderen Verkehrsteilnehmer blieben.

Schriftführer Michael Wulf erläuterte den Anwesenden im Anschluss die Arbeit der Verkehrswachten und bat um Mitarbeit.

Auszeichnung kreisverkehrswacht olpe 2011
35 Damen und Herren erhielten aus der Hand von Landrat Beckehoff ihre Urkunden als bewährte Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer.

Ausgezeichnet wurden für 25 Jahre unfallfreies Fahren zwei Damen: Lydia Bauer (Brachthausen) und Angelika Schröder aus Germinghausen. Lediglich Andreas Schäfer aus Attendorn zeigte dies für 30 Jahre.

40 Jahre als Kraftfahrerin und Kraftfahrer bewährt haben sich: Ursula Bieker (Scheda), Erika Quast (Olpe), Renate Schröder (Langenei) sowie die Herren Meinolf Heite (Rüblinghausen), Helmut Jende (Rahrbach), Klaus Karaschewski (Attendorn), Uwe Küste (Olpe), Volker Linden (Varste) und Edward Slowinski (Repe).

Aus den Händen von Schirmherr Landrat Frank Beckehoff erhielten die Urkunde für 50 Jahre als bewährte Kraftfahrerin bzw. bewährter Kraftfahrer gleich sechs Damen und 17 Herren: Doris Czub (Elben),Ursula Püttmann (Olpe), Appolonia Selbach (Grevenbrück), Maria-Luise Schulte (Attendorn), Gerda Steinhoff (Neu-Listernohl), Ingrid Tobüren (Altenhundem) sowie Friedhelm Ackerschott (Drolshagen), Armin Baranek (Drolshagen), Friedhelm Döbbener (Theten), Hermann Friedhoff (Kirchhundem), Werner Klein (Windhausen), Dr. Bernd Klump (Olpe), Arnold Kruse (Heggen), Wilfried Kuhlmann (Drolshagen), Lothar Masseida (Olpe), Peter Melchers (Finnentrop), Martin Niklas (Olpe), Willi Schmidt (Grevenbrück), Stephan Schneider (Maumke), Günter Sprenger (Weringhausen), Helmut Tänzer (Benolpe), Rolf-Jürgen Tobüren (Altenhundem) und Günther von Schledorn (Grevenbrück).

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