Eigentlich wollte Jaqueline Grobbel aus Elspe Altenpflegerin werden. „Ich hatte schon einen Ausbildungsplatz,“ so die 18 Jährige, „Doch dann hat die Ausbilderin die Stelle gewechselt und meine Stelle war darauf hin weg.“ Was tun? Zuvor hatte sie schon zwei Jahre eine schulische Ausbildung als Sozialhelferin absolviert. Aber Altenpflege war und ist ihr Traumberuf und so kam ihr die Idee, das Jahr mit einem freiwilligen sozialen Jahr im Bereich der Altenpflege zu überbrücken. „Ich bin jetzt FSJlerin im Seniorenhaus St. Liborius in Attendorn und bin in der Pflege eingesetzt.“ Die 18 jährige strahlt. Das ist genau das, was sie machen wollte und will. „Ich liebe den Umgang mit alten Menschen und betreue sie gern.“ Auch Tanja Jessica Sonntag macht ein freiwilliges soziales Jahr. Die 17 Jährige Attendornerin ist in Haus Mutter Anna, der Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte tätig. Altenpflegerin ist auch ihr Traumberuf. Nach einem Berufsgrundschuljahr im Sozial- und Gesundheitswesen suchte sie einen Ausbildungsplatz. „Trotz zahlreicher Bewerbungen habe ich in diesem Jahr nichts bekommen. Aber ich will unbedingt in diesem Bereich arbeiten und daher bin ich FSJlerin geworden.“ Sie ist durch Praktika, die sie genau wie Jaqueline Grobbel gemacht hat, auf den Geschmack gekommen. „Beim Praktikum im Krankenhaus hat mir der Umgang mit den Senioren immer besonders am Herzen gelegen.“

Pia Rüenauver hat ihre Fähigkeiten im Umgang mit Senioren erst auf Umwegen entdeckt. „Ich habe im St. Liborius zuvor eine Ausbildung als Hauswirtschaftlerin abgeschlossen,“ so die 22 Jährige, „Doch ich habe schnell gemerkt, ich möchte näher und mehr mit den Bewohnern arbeiten.“ Aber ihre Ausbildung hat sie erst zu Ende gemacht. Jetzt möchte sie ihr Fachabitur nachholen. Da steht zunächst ein Jahrespraktikum auf dem Stundenplan. „Was wäre da näher gewesen, als es in St. Liborius zu machen.“ Nun ist der soziale Dienst ihr Aufgabenfeld. „Ich begeleite die Bewohner, helfe ihnen, gehe mit ihren spazieren oder einkaufen und habe immer ein offenes Ohr für sie und ihre Bedürfnisse.“ Im kommenden Jahr muss sie dann allerdings die Schulbank drücken. „Vielleicht hänge ich auch noch ein Studium in dieser Richtung an, denn das macht mir wirklich Spaß.“

Bufdie - Bundesfreiwilligendienst Caritas Zentrum Attendorn 2011
Tanja Jessica Sonntag, Marius Jungermann, Pia Rüenauver und Jaqueline Grobbel (v.l) arbeiten als FSJler, Praktikantin und Bundesfreiwilligendienstler zurzeit im Caritaszentrum Attendorn. Ergänzt wird das Team der freiwilligen Helfer durch die beiden FSJlerinnen Yvonne Klaus aus dem Haus Mutter Anna und Agnesa Sulay in St. Liborius (fehlen auf dem Foto).

Spaß hat auch Marius Jungermann aus Ihne. Er absolviert ein Jahr den Bundesfreiwilligendienst im St. Liborius. „Ich bin nach der Realschule ein Jahr auf die Wirtschafts- und Verwaltungsschule in Olpe gegangen, doch Sprachen sind nicht mein Fall. Daher habe ich mich um einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann beworben und für 2012 auch bekommen.“ Das Jahr zwischen Schule und Ausbildung sieht der 18 Jährige als Möglichkeit sich auszuprobieren. „Ich wollte einen ganz anderen Bereich wie das kaufmännische Betätigungsfeld kennen lernen.“ Es folgte ein kurzer Abstecher im Rettungsdienst, bevor er sich beim Caritasverband für den Bundesfreiwilligendienst meldete. „Hätte es die Wehrpflicht noch gegeben, wäre ich Zivi geworden. Jetzt bin ich ein Bufdie“, lacht er. „Ich habe zwei Tage zur Probe hier gearbeitet und dann sofort zugesagt.“ Auch er ist im Bereich sozialer Dienst tätig und weiß schon heute, seine Entscheidung war richtig. „Ich bekomme Einblicke in Bereiche, die mir bis jetzt unbekannt waren.“

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