Wenn Schlagersängerin Gitte frech singt „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ und Rudi Schuricke von den „Capri Fischern“ erzählt, sind die demenzkranken Bewohner des Haus Mutter Anna ohne Ausnahme mit Herz und Seele bei der Sache. Da wird zu den Melodien alter Wanderlieder oder Schlager gesungen, getanzt und geschunkelt. Wer nicht mehr das Tanzbein schwingen kann, schunkelt, singt mit oder bewegt sich in und mit seinem Rollstuhl.

Die schönen alten Melodien werden mitgesungen bis zur letzten Strophe. Der Rhythmus der Musik schafft Bewegung und Erinnerungen, wo man sie schon lange erloschen glaubte. Einmal im Monat wird die Nikolaistube des Hauses Mutter Anna daher zum Tanzpalast.

In der vergangenen Woche nutzen die Besucher des Tanzcafé das herrliche Frühlingswetter und verlegten kurz entschlossen ihre Tanzfläche unter freien Himmel in den Innenhof. Die muntere, glückliche Stimmung übertrug sich auf alle, auch auf die Angehörigen und die ehrenamtlichen Helfer.

Bruno Lübke, Gast im Haus, griff sogar zu seinem Akkordeon und spielte Wanderlieder, in die alle mit einstimmten. Natürlich durften auch Knabbereien und erfrischende Getränke nicht fehlen, wie in jedem guten Tanzcafé. Die Verbindung von fröhlicher Musik und ungezwungenen rhythmischen Bewegungen erzeugt jedes Mal gute Laune und körperliches Wohlbefinden. Diese zwei Stunden im Tanzcafé gingen wie im Flug vorbei und alle freuen sich schon auf den nächsten Nachmittag voller Musik und Beschwingtheit.

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