Samstag, 25. Oktober 2014

Platt gekürt: Mine Hielligen Drei

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Obwohl der Tag schon vorbei ist, fanden wir das Gedicht von Ferdinande Laymann dennoch so interessant, dass wir es als Februar-Text veröffentlichen:

Mine Hielligen Drei

Jao, Frögger, dao lagte sou daipen Schnei
Ob Hielligen Drei,
Wann de Staren noch houge am Hiemmel stonk,
Unse Mutter alt schwind in de Fröühmisse gonk.

Dann sog iek se kommen diar’n daipen Schnei
Üewwern Schnellmerich runder, mine hielligen Drei.
Nu wor’n se alt op d’r hingersten Brüggen.
Se reiten Kamele met dian puckeligen Rüggen

Un einer sougar sät ob” m Elefant.
Soun schwuarten Kruskopp holFn Toum in d” r Hand:
Sou kamen se aan äs groute Hären,
Un allen viarrop dei helle Stären

Bleif grad buar d’r Hospitaolskiarken staohn –
„Hi is dat Kind, hi mofFvi rinnergaohn.”
Sou sagten dei Küennige, brachten Wierouk un Gold
Un Myrren un waoren kein bietchen stolt.

Dat Chriskinneken nickede ne fröndlich tau,
Un ouk sine Mutter, unse leiwe Frau.
Iek dachte, dat seih” k mi düen Nummedag aan,
Dao hordek, dat de Mutter alt wiherkam.

Sei kloppede sie eiest dian Schnei vannen Sualen,
Toug d’n Mantel ut, lagte noch Holt un Kualen
Ob n Heerd, taufruaren wor’n Bigge un Diek,
An dian Finsterschiewen lisblaumen un Riep.

Klafterdaip lagte de Schnei.
Dann raip se diart Hus.”Mine Hielligen Drei!”
Sou bout nie Dreiküennige de Dagestiet,
Owwet Düendaa noch Bruk is weit iek nit.

Jao Frögger, dao lagte sou daip de Schnei
Ob Hielligen Drei.

Die Übersetzung finden Sie wie immer auf der Seite des Vereins für Orts- und Heimatkunde Attendorn e.V. www.heimatvereins-attendorn.de

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