Logo-Kreis-OlpeDie weißen Flecken beim Internetzugang im Kreis Olpe werden geschlossen. Die Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH, gemeinsam von den beiden Kreisen HSK und Olpe getragen, wird sich um eine entsprechende Versorgung kümmern. Nachdem im vergangenen Jahr die Firma Innofactory aus Lennestadt den Ideenwettbewerb zum Thema Breitbandversorgung im Kreis Olpe gewonnen hat, geht das Projekt jetzt im Januar 2011 in die Umsetzungsphase.

Voraussetzung dafür war der gemeinsame politische Wille beider Kreistage, sich weiter interkommunal aufzustellen und das erfolgreich vom Hochsauerlandkreis initiierte Breitband-Modell auf den Kreis Olpe auszudehnen, sagt der Olper Kreisdirektor Theo Melcher. „Dadurch eröffnet sich für den Kreis Olpe die Möglichkeit, den Breitbandausbau selbst zu steuern und zügig voranzutreiben und darüber hinaus von den im Hochsauerlandkreis gemachten Erfahrungen zu profitieren“, so Melcher weiter.

Dort, wo die „großen Anbieter“ aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit nicht investieren und ihre Netze schneller machen können, kann die Telekommunikationsgesellschaft eingreifen, sagt der Geschäftsführer der TKG Südwestfalen, Bernhard Schulte.

Die Umsetzung vor Ort wird das Unternehmen Innofactory vornehmen, das speziell auf ländliche Regionen zugeschnittene Produkte LNet-Privat und LNet-Business (www.lnet.net) entwickelt hat. Zusammen mit den Kommunen, Bürgern und ansässigen Firmen wird die Bedarfssituation ermittelt und eine wirtschaftliche Lösung für betroffene Orte und Industriegebiete erarbeitet.

„Das Projekt im Kreis Olpe ist ein Mitmachprojekt“, so Projektleiter Mario Heuel. Die Bürger in den unterversorgten Orten sind aufgerufen, sich bei Bedarf bei Innofactory zu melden (Mo.-Fr. 9:00 – 19:00 Uhr – 0291/1208980 – service@lnet.netwww.lnet.net). Gemeinsam mit den Bürgern führt das Projektteam dann Informationsveranstaltungen in den Orten durch. Wenn die Mindestzahl von nur 20 Bestellungen je Sender eingegangen ist, geht es an den Aufbau.

Im Kreis Olpe wird dabei Funktechnik in höchster Industriequalität eingesetzt. Die Datenpakete werden durch zentral registrierte Sende- und Empfangsantennen verarbeitet, die gleichzeitig deutlich geringere Immissionen als Mobilfunk verursachen. Die entstehenden Netze werden dann an die Glasfaserinfrastruktur der Deutschen Telekom angeschlossen und sind daher besonders leistungsfähig.

Die Übertragung erfolgt verschlüsselt, wodurch eine optimale Datensicherheit und Verfügbarkeit erzielt wird. Die Innofactory GmbH kann auf viele erfolgreich realisierte Projekte im Breitband-Markt zurückblicken. Das flächendeckende Netz im Hochsauerlandkreis wurde deutschlandweit bereits mehrfach als Referenz zur ländlichen Breitbandversorgung ausgezeichnet.

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