Fritz-Hirling Weihnachtskrippen - St. Liborius AttendornKonzentriert sitzt Fritz Hirling im Foyer des St. Liboriushaus in Attendorn. Er nimmt genau Maß, setzt die Säge an und hat eine weitere Dachschindel für einen Miniaturbrunnen gefertigt. Kurz zuvor war der Schindel noch das Ende eines Eisstils aus Holz. „Man muss Ideen haben und natürlich das richtige Auge, um zu erkennen, was man aus manchen Dingen machen kann“, erklärt der 64 Jährige Attendorner. Wenn der Brunnen sein komplettes Dach bekommen hat, wird dieser einen Platz in einer der zahlreichen Krippen des Künstlers finden.

26 kleinen Miniaturwelten, die die Geburt Jesu darstellen, gibt es noch bis zum 19. Dezember im St. Liborius zu sehen. Auf die Idee, dieses filigrane und künstlerische Hobby zu seinem eigenen zu machen, brachte ihn Ehefrau Marlies. „Vor gut 20 Jahren stellte sie fest, wir brauchen eine Krippe“, erinnert er sich ehemalige Maurer und Fliesenleger. „Warum eine kaufen? Das kann ich auch selber machen.“ Ab da hatte ihn der „Virus“ befallen.

Fritz-Hirling Weihnachtskrippen St. Liborius Attendorn

Die erste Krippe wurde in über 60 Arbeitsstunden gefertigt und hat in all den Jahren nichts von ihrem Charme verloren. Doch immer neue Details waren Fritz Hirling wichtig und wurden umgesetzt. Nachbarn waren begeistert und wollten auch eine Krippe haben.

„Alle meine Krippen sind Unikate. Ich überlege mir vorher genau, wie die figürliche Darstellung der Weihnachtsgeschichte am Ende aussehen soll. Aber eine Zeichnung benötige ich nicht. Alles ist in meinem Kopf gespeichert.“ Dabei legt er besonderen Wert auf das Holz, was er jeweils benutzt. Buche, Eiche, aber auch Kastanie und manchmal auch eine Komposition aus Wurzeln zeigen durch die Behandlung mit Olivenöl ihre ganz besondere Maserung.

Beim Zusammenbau sind Schrauben und Nägel tabu. Alles wird verzapft oder verleimt. Hinzu kommt die Liebe zum Detail. Sei es der Strohballen, der am Haken hängt oder die Türklinke, die Fritz Hirling aus Lötzinn geformt hat, viele Dinge erkennt man erst beim genaueren Hinsehen. Auch die Fenster in jeder Weihnachtskrippe sind echt und die Beleuchtung ist gut durchdacht in jede Krippe eingebaut.

Nur die Figuren werden zugekauft. „Wenn wir im Urlaub in Tunesien sind, bringe ich vom Basar immer Tiere aus Leder gefertigt mit.“

Eine Idee will Fritz Hirling auf jeden Fall noch verwirklichen: eine Weihnachtskrippe im orientalischen Stil mit Palmen, großen dicken Mauer, einem stattlichen Tor und Stadttürmen. „Es soll das Geschehen in einem dem Heiligen Land nachempfundenen Umfeld darstellen.

Mal schauen, vielleicht kann ich diese bei meiner 9. Krippenausstellung im Seniorenhaus St. Liborius 2011 präsentieren.“

Fritz-Hirling Weihnachtskrippen - St. Liborius Attendorn

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